|
Weniger als 4% der Familienunternehmer schaffen eine Weitergabe ihres Unternehmens über mehr als drei
Generationen. Woran liegt das?
Schlüsselfaktoren sind Auswahl, Eignung, Ausbildung und Motivation der Nachfolger. Hier sollte
umsichtig vorgegangen werden. Hilfreich ist eine früh einsetzende gezielte Förderung potenzieller
Nachfolgekandidaten. Kriterien wie Verwandtschaftsgrad oder Altersrangfolge des unternehmerischen
Nachwuchses, geschlechterspezifische Bevorzugungen oder Vorrangigkeit von Studienschwerpunkten
sollten bei der Entscheidung zurückstehen.
Das Erkennen unternehmerspezifischer Eigenschaften, ein fachliches Interesse für den Betrieb, die
Bereitschaft zunächst auch extern Erfahrungen zu sammeln und günstige Charaktereigenschaften (klassische
Tugenden) sollten bei der Auswahl potenzieller Kandidaten aus Familie und Verwandtschaft des oder der
bisherigen Unternehmer besonderes Augenmerk verdienen. Anschließend sind Ausbildungsstand und kaufmännische
und/oder technische Beurteilung in die Erwägungen mit einzubeziehen. Hier ist auch der externe, erfahrene
Berater gefragt, der aus neutraler Sicht zu einer umfassenden Beurteilung ohne Befangenheit oder Vorbelastung
beitragen kann.
|